Fachbereich 3 Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Hinweise zu Abschlussarbeiten



1. Thema

Wenn das Thema vorgegeben ist, grenzen Sie es ein, wenn es sich als zu umfangreich erweist. Es bringt nichts, ein umfangreiches Thema "flächendeckend", aber oberflächlich zu bearbeiten.

2. Gliederung

Beginnen Sie mit einer Stoffsammlung, einem "brainstorming" in Form einer Liste von Stichworten von Themen und Ideen, die Sie gerne behandeln möchten. Dann bringen Sie diese Stichworte in eine Systematik. Am Anfang sollte die Fragestellung Ihrer Arbeit präzisiert werden, am Ende sollte eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse stehen. Gliedern Sie nicht zu flach und nicht zu tief! Die einzelnen Absätze sollten nicht zu kurz sein (z.B. nur ein Satz), sondern einen Gedankengang enthalten. Meistens ist es ausreichend, 2- oder dreistellig zu gliedern, z.B.
1. Fragestellung

2. ...
2.1
2.2
2.3

3. ...
3.1
3.2
3.2.1
3.2.2

3. Zusammenfassung

4. Literaturverzeichnis

Für Hausarbeiten reicht häufig eine einstellige Gliederung. Wenn Sie einen Gliederungspunkt, z.B. 3.1, beginnen, müssen Sie auch mit 3.2 folgen, 3.1 ohne nachfolgenden Punkt 3.2 (oder weitere) ist überflüssig. Beginnen Sie mit einer Grobgliederung, die Sie dann möglichst nicht mehr verändern sollten. Die detaillierte Untergliederung ändert sich häufig beim Schreiben.

5. Quellenangaben im Text

Sie müssen die Quellen Ihrer Gedanken bzw. der angeführten Daten nennen, denn Sie wollen ja nicht fremdes geistiges Eigentum als Ihr eigenes ausgeben. Am besten ist die folgende Methode der Quellenangabe, die Sie dann im gesamten Text durchhalten müssen: Im laufenden Text schreiben Sie z.B. : ... stieg das BIP in Deutschland um 3,0% (Müller 1999, S. 23).

Im Literaturverzeichnis muß dann die genaue Angabe zum zitierten Text stehen (vgl. Punkt 5 dieser Richtlinien). Hat ein Autor mehrere Schriften aus dem gleichen Jahr, die Sie benutzt haben, schreiben Sie: Müller 1999a bzw. Müller 1999b.

Beziehen sich die Datenangaben oder die Gedanken in einer längeren Passage, z.B. in einem Absatz, ausschließlich auf eine Quelle, dann reicht es, zu Beginn der Passage zu schreiben: ...... (die folgenden Angaben stammen aus Müller 1999b, S. 23 ff., oder: vgl. Gerlach 1989, S. 234 ff.). Bei zentralen Angaben empfiehlt sich aber die Angabe der genauen Fundstelle unmittelbar an der Textstelle. Sie können natürlich auch in der Klammer mehrere AutorInnen nennen.

Jede Tabelle und jede Grafik benötigt eine Quellenangabe

Zum Beispiel:

Abb. 1:
Titel ....

Grafik
Quelle: Meier 1998, S. 17, Statistisches Bundesamt 2000, S. 11

Quellen aus dem Internet:
Sie müssen die genaue Internet-Quellenangabe nennen, auch das Datum, so daß Ihre Angabe nachvollzieh- und überprüfbar ist. Benutzten Sie jedoch niemals nur Internet-Quellen.

Wörtliche Zitate:
Zitieren Sie nur in Maßen und nur in wirklich prägnanten Fällen wörtlich.

6. Fußnoten

Wenn Sie wollen, können Sie Fußnoten auf der gleichen Seite oder am Ende des Textes einfügen, in denen Sie zusätzliche Erläuterungen geben. Wenn Sie die obige Form der Quellenangabe im Text wählen, brauchen Sie jedoch keine Fußnoten zu machen. Diese Art der Quellenangabe bzw. des Zitierens ist also ziemlich einfach und komfortabel.

7. Literaturangaben am Ende der Arbeit

Zunächst: Sie müssen einheitliche Literaturangaben machen. Diese müssen den Namen des/der Autors/Autorin bzw. des/der Herausgebers/in, Titel, Verlagsort, Erscheinungsjahr und Seitenangaben bei Aufsätzen und Buchbeiträgen enthalten. Ich empfehle die folgende Zitierweise:
Bei Büchern:
Müller 1999b: Müller, K., Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Stuttgart 1999
Den Verlag müssen Sie nicht nennen. Wenn Sie ihn nennen wollen, dann aber bitte bei allen Literaturangaben.

Bei Aufsätzen in Fachzeitschriften:
Meier/Schmidt 1997: Meier, F., Schmidt, H., Wechselkurstheorien, in: WSI-Mitteilungen, Heft 12, 1997, S. 17-23 (oder auch: S. 17 ff.)

Bei Buchbeiträgen in Sammelbänden:
Schmidt 1996: Schmidt, A., Der US-Arbeitsmarkt. In: Müller, U., Meier, H. (Hrsg.), Die amerikanische Volkswirtschaft im Wandel, München 1996, S. 11-34

Bei mehr als zwei Autoren können Sie sich darauf beschränken, nur den ersten zu nennen und dann "u.a." anzufügen: Schmitt, H., u.a. (Hrsg.), Titel, Ort, Jahr

Bitte führen Sie im Literaturverzeichnis nur die Literatur an, die Sie tatsächlich auch im Text bzw. in den Tabellen/Grafiken verwendet haben - nicht das, was Sie vielleicht alles gelesen oder durchgeblättert oder irgendwo zitiert gefunden haben.

8. Anhang

Wenn Sie viel Zahlenmaterial etc. haben, fügen Sie einen Anhang am Ende der Arbeit hinzu. Dann liest sich der Text besser.

9. Sonstige formale Hinweise

Lassen Sie einen Seitenrand, damit der Leser/die Leserin Kommentare anbringen kann. Schreiben Sie am besten 1,5zeilig. Bitte die Seitenzahlen nicht vergessen, was bei Hausarbeiten leider häufig vorkommt! Bitte immer in ganzen Sätzen schreiben, die Arbeit darf nicht überwiegend aus stichwortartigen Aufzählungen bestehen. Lesen Sie Ihren Text am Ende noch einmal durch, und zwar nicht am Bildschirm, sondern den Papier-Ausdruck. Flüchtigkeitsfehler machen einen sehr schlechten Eindruck!

10. Länge

Diplomarbeiten sollten eine Länge von mindestens 50 Seiten haben, aber nach Möglichkeit 100 Seiten nicht überschreiten. Es kommt nicht auf die Länge, sondern auf die Qualität an. Die Länge der Hausarbeiten wird in der Lehrveranstaltung abgesprochen.

11. Kriterien für die Qualität einer Arbeit

Wichtiger als die perfekte Form ist der Inhalt. Eine Arbeit ist dann gut, wenn sie
12. Literatursuche

Zu vielen Themen finden Sie in der FHTW-Bibliothek gute Literaturquellen, insbesondere auch im Zeitschriften-Lesesaal. Beachten Sie hierbei insbesondere die folgenden, für aktuelle VWL-Fragestellungen besonders relevanten Zeitschriften:
13. Sprache

Sie dürfen auch auf englisch schreiben.

14. Weitere Fragen

Fragen Sie! Zum Beispiel in der Sprechstunde oder per e-mail: Jan.Priewe@htw-berlin.de