Neue Forschungsprojekte an der HTW Berlin

Insgesamt sind an der Hochschule sieben neue Forschungsprojekte gestartet:

Infrastruktur-Projekt zur Sequenzierung der Virusdiagnostik bei Covid-19
Gemeinsam mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung forscht Prof. Dr. Piotr Wojciech Dabrowski an einem neuartigen System zur Sequenzierung für die Virusdiagnostik bei Covid-19. Ziel des Projekts Covid-SpiNGS ist die Etablierung einer über die Arztpraxen verteilten Infrastruktur zur raschen und effizienten Diagnostik der Erkrankung einschließlich Bestimmung der genauen Mutationen des Virus. Dadurch können beispielsweise das Entstehen und die Verbreitung neuer Virusvarianten detektiert oder Infektionsketten rekonstruiert und unterbrochen werden.

Projekt zum Einsatz künstlicher Intelligenz für Bau- und Ersatzteile
Im Projekt ELV.xD forscht Prof. Dr. Frank Neumann an einem Verfahren, das durch den Einsatz künstlicher Intelligenz Bau- und Ersatzteile schnell und sicher erkennen soll. Dabei gilt es, einen Bestand von bis zu hunderttausend teilweise sehr ähnlichen Teilen zu durchforsten. Erreicht werden soll das Ziel durch die Entwicklung eines modularen Ensemble-Learning-Verfahrens, das mit einer Kombination aus mehrstufigen Clustering-Verfahren, 3D-Point-Cloud-Deskriptoren und neuronalen Netzen ein beliebiges Teilespektrum vorfiltert, um eine möglichst präzise Wiedererkennung von Objekten bereitzustellen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der PI Informatik GmbH in Berlin durchgeführt und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

SpreeX – Reallabor für die Energie- und Flächennutzung im urbanen Raum
Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz fördert mit dem Projekt SpreeX ein Reallabor für die Energie- und Flächennutzung im urbanen Raum. Ziel der Förderung ist der Aufbau von Lehr- und Forschungsformaten, die Anwendungswissen generieren, transdisziplinär vermitteln und entsprechende Konzepte als Pilotprojekt im eigenen Haus anwenden. An dem Projekt beteiligt sind die Professor_innen Stefanie Molthagen-Schnöring, Florian Koch, Romy Morana, Birgit Müller und Regina Zeitner.

Projekt zu Augmented-Reality-Visualisierungen von geplanten Windenergieanlagen
Prof. Dr. Frank Fuchs-Kittowski möchte durch die Darstellung geplanter Windenergieanlagen auf mobilen Endgeräten wie Smartphones als Augmented-Reality-Visualisierung die Transparenz im Planungsprozess verbessern und dadurch die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung unterstützen. Das Projekt AR4WIND wird durch das Energieforschungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft gefördert und in Kooperation mit der EPC Projektgesellschaft für Klima - Nachhaltigkeit - Kommunikation, dem niedersächsischen Ingenieurbüro LandPlan OS und der in Berlin angesiedelten Fachagentur Windenergie an Land durchgeführt.

Projekte EKraft und CoMo
Ein Bewertungsverfahren zum Energieverbrauch von Abluftwärmepumpen entwickelt Prof. Dr. Birgit Müller im Projekt EKraft. Dazu werden Labor- und Feldversuche durchgeführt mit dem Ziel, am Ende zu einem standardisierten Messverfahren zu gelangen. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie über das Förderprogramm für Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen. Darüber hinaus leistet Prof. Dr. Birgit Müller einen Beitrag zur Eindämmung der Covid19-Pandemie durch die Beteiligung am Projekt CoMo, in dem unter Federführung der Technologiestiftung Berlin eine Plattform zur Verarbeitung von CO2-Messwerten in Innenräumen weiterentwickelt wird.

Projekt zur Mixed-Reality-Anwendung für die Stadtplanung
Prof. Dr. Johann Habakuk Israel und Prof. Dr. Thomas Jung entwickeln mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Mixed-Reality-Anwendung für die Stadtplanung. Unter Federführung der HTW Berlin wird im Projekt INSPIRER gemeinsam mit Kooperationspartnern aus dem wissenschaftlichen und dem wirtschaftlichen Umwelt ein Demonstrator entwickelt, der neuartige Benutzerschnittstellen im Stadtraum schafft, um Bürgerinnen und Bürger an Stadtplanung zu beteiligen.

Projekt zur Entwicklung einer Softwareplattform für die Musikindustrie
House of Music soll die Wertschöpfungskette der Musikindustrie neu denken. Dafür sollen neuartige softwaregestützte Technologien eingesetzt werden, um innovative Geschäftsmodelle für die Musikindustrie zu entwickeln. Dadurch soll ein fairer Anteil an der Wertschöpfung für Künstler_innen realisiert und schließlich Kunstschaffende nachhaltig unterstützt werden. "House of Music" wird in Zusammenarbeit mit der xailabs GmbH, MediaApes GmbH, dem PxP Embassy e.V. und Freibank Musikverlag durchgeführt. Das Projekt wird seitens der HTW Berlin von Prof. Dr. Holger Lütters geleitet und vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.